Ich kann mich nicht selbst terminieren!
Cool - ein Seriensequel zu den ersten beiden Terminator Filmen - so dachte ich zumindest noch vor gut einer Stunde als ich die Ankündigung zur heute gestarteten Serie “Terminator - S.C.C.” gesehen habe. Soeben ist die zweite Werbepause zu Ende und das Grauen geht weiter.
Als da sind: eine pseudo-coole Sarah Connor, die nicht müde wird ihrem genervten Sohn John zu sagen wie wichtig es doch ist zu fliehen. Eben dieser John Connor, der so wirkt als würde er das berühmte “Schisshase-Spiel” sogar gegen einen Vierjährigen auf seinem Fahrrad verlieren und der böse Terminator, der zum einen so aussieht wie die tollen Kerle, die auf MTV irgendwelche Teenies daten, zum anderen aber so dämlich ist, dass er das Klassenbuch durchgehen muss um sein Opfer zu identifizieren.
Apropos Teenie: da wäre noch die total tolle Innovation der Serie - ein weiblicher Terminator in jugendlicher Gestalt - die sogenannte Terminatrix. Weiss alles, kann alles - die nervt! Wie irgendwie alles andere auch. Inklusive der schlauen Sarah Connor Sprüche aus dem Off, dem kevlar-verstärkten Sessel der ihr in einer Schießerei mit dem Terminator das Leben rettet (WO kann man sowas kaufen?) und der Nummer mit der Zeitmaschine, die in Einzelteile zerlegt seit 1963 in einem Bankschließfach rumliegt und mit deren Hilfe es den drei Hauptdarstellern gelingt ins Jahr 1997 zu flüchten wo sie planen “Skynet” vor der Inbetriebnahme zu zerstören.
Interessante, potentialreiche Geschichte in einer total dilletantischen Umsetzung - da lege ich mich nach dem gerade gelaufenen Pilot fest. Eine Frage bleibt zudem unbeantwortet: Wer gibt mir diese 60 Minuten meines Lebens zurück?

